Mittwoch, 5. November 2008

(G)Obama!




















So wie es vorrausgesehen, war das Ergebnis zuletzt kein Wunder! Auch ich muss mich outen, als interessierter Wahlbeobachter. Manchmal fast so spannend wie ein Fussballspiel. Ich habe um 0:30 Uhr (MEZ) die (wie man es im Fussball nennen würde) Konferenzschaltung auf RTL gesehen, bei der die Herren Peter Kloeppel und Christoph Teuner sich gegenseitig den Symphathie-Pokal abnehmen wollten. Ich habe die Sondersendung durch die Nacht verfolgt, gechattet und die Fingernägel gekaut. Jedoch, das das Ergebnis so deutlich ausfallen würde, hatte ich als skeptiker nicht erwartet. Das Herzschlagfinale um etwa 4:30 Uhr (MEZ) war spannend anzusehen, als McCain plötzlich viele kleine Staaten mit verhältnismäßig wenigen Wahlmännern für sich gewann und wieder etwas Fuß faßte. In meinem Kopf klingelte kurz das Jahr 2000 durch den Kopf, was aber mit der Meldung "Obama gewinnt Montana und Kalifornien" schnell wieder vom Winde verweht war. Schlag 5:00 Uhr (MEZ) war es so weit und ganz Amerika jubelte. Ganz Amerika? Nicht ganz. In Phoenix, Arizona betrat um 5:30 Uhr (MEZ) ein sichtlich niedergeschlagener Vorsitzender der Republikaner die Bühne, um seine Niederlage einzuräumen und das formelle Geplänkel seinen wartenden und teils ungehaltenen Anhängern zu verkünden.

Jedoch wo blieb Obama?

Es war 5:40 Uhr (MEZ) als sich das erste mal auf der Bühne im aus-allen-nähten-platzenden Grant Park in Chicago, Illinois etwas tat. Vorweg wurde ein Afro-amerikanischer Priester geschickt, der seinen Segen auf alle Beteiligten des Wahlkampfes und auf die Wähler legte. Danach folgte eine Ex-Marine, der den feierlichen Schwur auf die Amerikanische Flagge hielt, gefolgt von einer Frau, die (meiner Meinung nach gräßlich) die Nationalhymne "Star Spangled Banner" sang.

Um 5:45 Uhr (MEZ) immer noch nichts von Obama zu sehen ( der Schampus schmeckte wohl zu gut ) und es wurde bekannt gegeben, das er auf dem Weg aus dem Hotel, in dem er die Wahl am Bildschirm verfolgte, und es könne sich noch um eine viertel Stunde handeln bis er auf der Bühne erscheint, da er die Gunst der Mitternachtsstunde ausnutzen wolle.

Die einen nennen es hinhalten, für andere wurde das "Rockstar" - Image Obama's welches die Medien ihm in der Vergangenheit oft gaben unterstrichen.

Um 6:00 Uhr früh (MEZ) war es dann soweit. Der moment auf den Millionen Amerikaner in dieser kalten Nacht gewartet haben. Der gelobte Messias kam mit Kind und Kegel und sprach:



Ende gut, alles gut. Hoffen wir das beste, denn Charisma und Aussehen haben noch nie einen Präsidenten ausgemacht.

 
Pascal © 2008 TNB